Baumwipfelpfad

Besuch des Baumwipfelpfades im Harz 3/4.09.2016

 

 

Ratsfraktion Hagen Aktiv sieht Baumwipfelpfad nach Besichtigung in Bad Harzburg überwiegend positiv  
In Hagen wird seit rund drei Jahren über die Errichtung eines 2,5 Kilometer langen Baumwipfelpfades mit Baumhotel und Waldtheater mitten im Hasper Stadtwald an der Hinnenwiese diskutiert. Eine Entscheidung steht hier noch aus. Am vergangenen Wochenende reisten deshalb die Ratsfraktion und sachkundige Bürger von Hagen Aktiv zur Besichtigung des dortigen Baumwipfelpfads nach Bad Harzburg, um sich vor Ort einen Eindruck von einem solchen Projekt zu verschaffen.  Zur Vorbereitung des Besuchs wurde zunächst eine Fraktionssitzung abgehalten. Danach ging es zur Besichtigung. Unter der fachkundigen Führung von Werner Beckmann, einem der Gründungsväter des Pfades, erfuhren die Besucher ausgesprochen informative Details.  
Der Baumwipfelpfad ist im Mai 2015 in etwa 20 Metern Höhe mit einer Länge von etwa einem Kilometer eingeweiht worden, errichtet in Stahlbauweise. „Insoweit ist der Pfad zwar nicht vergleichbar mit dem in Hagen geplanten Projekt“, so der Fraktionsvorsitzende Dr. Josef Bücker. „Allerdings ist ein Pfad dieser Bauweise wesentlich leichter instand zu halten. Holz muss alle sieben bis zehn Jahre komplett ausgetauscht werden, dafür sind auch wieder Arbeiten im Gelände mit schwerem Gerät erforderlich. Das fällt hier weg“.   
In Bad Harzburg hatte sich ein Konsortium aus Verwaltung, Umweltverbänden, Presse und Politik gebildet und gemeinsam das Projekt entworfen, welches dann von einer Betreibergesellschaft mit Fördergeldern der EU, des Landes Niedersachsen und einer Bürgschaft der Stadt Bad Harzburg innerhalb von nur vierzehn Monaten Planungs- und Bauphase realisiert worden ist. „Wir sind besonders beeindruckt von der gebündelten und zielgerichteten Zusammenarbeit aller Beteiligten“,  schildert der Fraktionsvorsitzende von Hagen Aktiv in der Bezirksvertretung Haspe, Michael Gronwald, seine Eindrücke. „Die Stadt wurde dadurch insgesamt neu belebt, Gastronomie und Tourismus haben sich positiv entwickelt. Das ist auch für Haspe wünschenswert“.   
Kalkuliert worden war für die schwarze Null mit einer Besucherzahl von 70.000 pro Jahr, tatsächlich kamen 246.000 Menschen. Für diese stehen vielfältige Angebote bereit, so. z.B. waldpädagogische Schulungen, ein Baumwurzelpfad und eine Geologiestation. Zudem ist der Pfad in weiten Teilen barrierefrei.  
In einer weiteren Fraktionssitzung am Sonntag diskutierten die Teilnehmer der Exkursion sodann die Ergebnisse. Dabei kristallisierte sich eine positive Haltung gegenüber einem Baumwipfelpfad heraus, ohne jedoch daraus schon ein Abstimmungsverhalten ableiten zu können. Insbesondere der erhebliche Eingriff in die Umwelt spielte dabei eine zentrale Rolle. Einige der noch offenen Fragen sollen vertieft auf einer zweitägigen Sitzung von Hagen Aktiv am 18./19.11.2016 behandelt werden. Hierzu sollen auch Vertreter der Investoren eingeladen werden.   

Wie angekündigt fanden am 18 u.19.11.2016 die offenen Fraktionstage von Hagen Aktiv im Arcadeon statt.

Hier sollte auch der Baumwipfelpfad von den Investoren noch einmal vorgestellt werden. Leider wurde der Termin Seitens der Inverstoren aus Krankheitsgründen abgesagt. Aufgrund des bereitgestellten Materials konnten die Planungen den anwesenden Mitgliedern trotzdem vorgestellt werden. Nach eigehender Beratung kam man zu dem Ergebnis, dass man dem Baumwipfelpfad mit allen Zusatzprojekten (Hotel und Waldtheater) weiterhin positiv gegenüber steht, man jedoch die Möglichkeit einer Stadortverlagerung zum Kaisberg (Hengsteyseeerschließung) in die Überlegungen einbeziehen sollte.

Ergebnis der Meinungsabfrage:

 

Von ca. 100 befragten Mitbürgern fanden 23% der Befragten den Baumwipfelpfad als wünschenswert.

14 % positiver Stimmen fielen auf die Fachklinikerweiterung im Deerth und 11 % auf die Windenergieanlagen im Wald.

Damit entschieden sich die meisten befragten Hagener gegen ein generelles Bauen im Wald.

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