Das Votum des Wählers respektieren und kein Pöstchengeschacher!

Hagen Aktiv hat bei der zurückliegenden Kommunalwahl deutlich schlechter abgeschnitten als sonst. Mit nur 3,95 % der Stimmen bei der Ratswahl und den Verlusten von vier Mandaten in den Bezirksvertretungen (BVn) richten sich die Aktiven nun darauf ein, als Gruppe im Rat und je als Einzelvertreter in den BVn Haspe und Mitte kein originäres Antragsrecht mehr zu haben.
„Es ist zwar sehr schade, dass in den nächsten fünf Jahren kaum Möglichkeiten bestehen, Einfluss auf die Politik in Hagen zu nehmen. Aber, der Wähler hat so entschieden“, so der Vorsitzende der Wählergemeinschaft, Dr. Josef Bücker. Jetzt gelte es, den Wählerwillen zu respektieren und nicht durch irgendwelche taktischen Manöver auszuhebeln. Ein wenig erfreut ist man im Lager der Aktiven allenfalls noch darüber, dass man von den zunächst insgesamt fünf Ratsgruppen (Hagen Aktiv, Die Linke, BSW, BfHo und FDP) – gemessen am Wählerzuspruch – die größte Zustimmung hatte.
Leider ist es aber so, dass andere Ratsgruppen ihr schlechtes Abschneiden nicht akzeptieren können und trickreich das erhaltene Votum umgehen. Das geschieht auf dem Wege der Aufnahme von zunächst unter anderer Flagge gewählten Mandatsträgern. Das Ziel jeweils: Im Rat Fraktionsstatus zu erreichen und alle damit verbundenen Vorteile – darunter vor allem auch nennenswerte Geldzuweisungen und Pöstchen.
Mittlerweile gibt es im Hagener Rat von diesen Konstellationen zwei: 1) Eine Fraktion gebildet aus Bürger für Hohenlimburg (BfHo; zwei Mandatsträger) und der Europapartei Die PARTEI (eine Mandatsträgerin) und, seit heute 2) Eine Fraktion aus FDP (zwei Mandatsträger) und einem abtrünnigen Mandatsträger der CDU.
Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass FDP und BfHo jeweils die wenigsten Stimmen im Vergleich der ursprünglichen Ratsgruppen hatten. Beide waren nur durch Überhangmandate – also mit viel Glück – überhaupt in den Genuss einer Ratsgruppe gekommen.
Hagen Aktiv wird sich von diesem Pöstchengeschacher nicht anstecken lassen und seinen Weg konsequent im Sinne des Wahlergebnisses weiterverfolgen.