Aus insgesamt 11 Gruppierungen besteht er, der neue Hagener Rat. Diese sind: CDU, AfD, SPD, Grüne, HAK, Hagen Aktiv, Die Linke, BSW, FDP, BfHo und die PARTEI. Davon sind originär fünf als Fraktion, fünf als Ratsgruppe und eine als Einzelvertretung gewählt. Alsbald fanden sich aber die sublokal antretende BfHo-Wählergemeinschaft und die europaweit agierende PARTEI – Partei als sechste Fraktion zusammen, so dass schließlich noch vier Gruppen verblieben. Hinzu kommt unterdessen ein parteiloses Einzelmitglied, welches die CDU verlassen hat. Als stärkste Ratsgruppe – gemessen an der Wahlzustimmung – rangiert Hagen Aktiv.
Soweit der Status Quo der Ratszusammensetzung. Dieser scheint derweil soweit geklärt zu sein. Nicht geklärt ist jedoch die Gremienzusammensetzung des neuen Rates. Hier gibt es neu formierte Ausschüsse wie den Wirtschaftsausschuss (WIA), den Infrastrukturausschuss (IA), den Umweltausschuss (UWA), den Stadtentwicklungsausschuss (STEA) sowie den Ausschuss für Chancengleichheit und Integration (ACI). Damit diese richtig an den Start gehen können, muss vorher geklärt sein, wofür sie im Einzelnen zuständig sind. Festgeschrieben wird das in der Zuständigkeitsordnung, die auch die Kompetenzen der einzelnen Gremien festlegt. Darüber hinaus ist natürlich auch deren rechtmäßige Konstitution erforderlich.
Mehr als 100 Tage nach der Konstitution des Rates am 6 November 2025 verbleibt also noch eine Menge an Holz zu bearbeiten bzw. an Sand aus dem Getriebe zu entfernen. Besonders kritisch: der ACI. Hier ist aufgrund von Formfehlern bei der Einladung zur Sitzung die Konstitution misslungen. Alle ursprünglich getroffenen Entscheidungen sind deswegen hinfällig, egal ob Wahl des/der Vorsitzenden; der stellvertretenden Vorsitzenden oder der Delegierten für den Landesintegrationsrat. Neuer Termin hier: der 2. März 2026, fast ein halbes Jahr nach der Integrationsratswahl. Hagen Aktiv hatte hier mit ihrer italienischen Vertreterin Pina Ribaudo (Bild) zunächst den stellvertretenden Vorsitz erreicht. Offen ist, wie hier der zweite Anlauf am 2. März 2026 ausgeht.

